„into the light“

51. Deutscher Schmuck- und Edelsteinpreis

DAS THEMA:

„into the light“ 

Es waren sowohl die Edelsteingestaltung als auch die Gestaltung eines Schmuckstücks aus Edelmetall und Edelsteinen erlaubt. Somit waren ungefasste Edelsteine, der Edelstein im Schmuckstück (hier durften nur Edelmetalle verwendet werden), das Edelsteinobjekt und die Edelsteinskulptur zugelassen. Die Verwendung von Synthesen war nicht erlaubt. Perlen durften nur in Verbindung mit Edelsteinen verwendet werden.

 

 






   1. PREIS: CARSTEN KISSNER 
SCHWETZINGEN, URKUNDE UND 4000 EURO

 

Armschmuck aus Gelbgold und Silber mit Mali-Granaten

Nach Auffassung der Jury handelt es sich bei diesem handwerklich perfekten Armschmuck um die beste Arbeit des diesjährigen Hauptwettbewerbes. „Licht ist“ - so der Preisträger - „in der Natur das Signal, Schönes hervorzubringen. Wenn die ersten Sonnenstrahlen am frühen Morgen auf Knospen und Blüten fallen, erwachen sie zum Leben. Sie öffnen ihre Kelche und recken ihre Knospen zum Licht. Mit meinem Armschmuck geschieht genau dies. Sobald das Stück aus der dunklen Schachtel ans Licht geholt und um das Handgelenk gelegt wird, öffnen sich die Kelche aus silbernen Knospen. Was bisher im Inneren verborgen war, zeigt sich nun in voller Pracht: Sechs goldene Blüten recken sich mit farblich nuancierten Edelsteinen - into the light.“ Juror René Conradt zeigte sich begeistert: „Dieses Stück hat es in sich, es wirkt auf den ersten Blick eher schlicht, das Thema genau getroffen, handwerklich perfekt mit einer sehr sauber funktionierenden Mechanik, was ich zunächst so nicht vermutete. Wenn es getragen wird, öffnen sich die unscheinbaren Silberknospen und überraschen den Betrachter mit dem Farbenspiel der zuvor unsichtbaren und in der Dunkelheit schlummernden Farbedelsteine, was dem Stück eine ungeahnte Brillanz verleiht.“ Die Jury entschied mit großer Stimmenmehrheit.

 

   2. PREIS:
 
JESSICA MAURITZ, KIRSCHWEILER, URKUNDE UND 2500 EURO 

Edelsteinobjekt aus Rauchquarz

„Das Thema Licht wird hier in absoluter Perfektion mit diesem Rauchquarz gesehen, ohne ablenkende bzw. störende Zusatzelemente oder andere Materialien wie z.B. Edelmetalle, puristisch und den Effekt des Übergangs vom Dunklen ins Helle in den Fokus stellend. Mehr kann man das Wettbewerbsthema nicht auf den Punkt bringen“ lautete das Urteil von Jurymitglied Johann Willsberger. „Ein Rauchquarz als verschobenes Rechteck mit 6 Facetten ist“ - so die Preisträgerin - „wie ein langer dunkler Tunnel, den man wie in Zeitlupe durchfahren kann und dabei die Möglichkeit hat, ohne äußere Ablenkungen das Leben Revue passieren zu lassen. Dieser Stein lässt der Fantasie freien Lauf. Für einen Moment steht die Zeit still. Man denkt über Vergangenes nach, aber auch über die Zukunft: das Licht am Ende des Tunnels.“ Die Jury entschied auch hier mit großer Stimmenmehrheit. 

 

   3. PREIS:
 
SUSANNE MÜLLER-OSTGEN, SONNENBERG-WINNENBERG, URKUNDE UND 1500 EURO

Edelsteinobjekt aus Rauchquarz

„Born to die“ hat die Preisträgerin ihre kraftvolle und symbolträchtige Wettbewerbsarbeit überschrieben. Philosophisch beschreibt sie Ihre Arbeit: „Wir gehen ins Licht, wenn wir kommen: Dargestellt durch die Geburt, bei der das Baby von Lichtstrahlen auf der Welt empfangen wird. Wie kommen ins Licht, wenn wir gehen: Dargestellt durch einen sandigen, steilen Weg mit Fußspuren, der durch eine Felsenlandschaft nach oben ins Licht führt. Frank Frühauf, ständiges Mitglied der Jury, zeigte sich begeistert: „Eine feine Edelsteingravur von herausstechender handwerklicher Qualität und Ästhetik sowie perfekten Proportionen mit der das Thema vortrefflich umgesetzt wurde. Die Jury entschied mit großer Stimmenmehrheit.  

   BELOBIGUNG:

NAZANIN JABBARIAN, IDAR-OBERSTEIN, URKUNDE UND 500 EURO

Collier aus Weißgold, Diamanten, Acryl und Seidenschnur

„Mich überzeugt das kontrastreiche und harmonische Zusammenspiel der schwarzen Acrylelemente dieses Anhängerschmucks mit Diamanten, die mit Spiegeln unterlegt sind, wodurch sie das Licht wunderbar reflektieren und zum Funkeln gebracht werden, - eine fabelhafte Interpretation von „into the light“, so die anerkennenden Worte von Juror Željko Gregurek. Poetische Gedanken der Preisträgerin zu ihrer Arbeit: „Wenn die Sonne durch das Eis scheint, glänzt das Eis wie ein Diamant. Und wenn es schmilzt, fallen Wassertropfen wie Diamanten auf den Boden. Die Diamanten werden durch schwarzes Acryl getrennt, was die Brücke von der Dunkelheit zum Licht symbolisiert. Die Jury, die das gestellte Wettbewerbsthema effektvoll und spektakulär umgesetzt sah, entschied mit großer Stimmenmehrheit.

   BELOBIGUNG:

YVONNE CAROLINE MEYER, UETZE, URKUNDE UND 500 EURO

Kaleidoskop-Anhängerschmuck aus Gelbgold, Silber, Prasiolith, Rubin, Saphir, Smaragd, Turmalin, Tsavorit, Citrin, Saphirglas und Spiegelfolie

„Dieses Schmuckstück weckt in mir Kindheitserinnerungen, gehörte doch das Kaleidoskop zu meinen schönsten Kinderspielzeugen. Das Lichtspiel mit Edelsteinen einzufangen, ist eine geniale Idee, wobei mich auch die handwerklich-technische Umsetzung überzeugt“, lautet die Bewertung von Jurymitglied Dr. Ulrike Koch-Brinkmann zu diesem gut tragbaren und dekorativen Anhängerschmuck. Die Preisträgerin ergänzt: „Faszinierend und so facettenreich – hält man dieses wunderschöne optische Gerät ins Licht, zaubert es durch Drehen und Auseinanderziehen immer wieder neue, funkelnde Muster in ständig wechselnden Farben und Formen. Die Jury entschied auch hier mit deutlicher Stimmenmehrheit. 

   BELOBIGUNG:

LENA MOLZ, VOLLMERSBACH, URKUNDE UND 500 EURO

Collier aus Gold, Silber und Citrinen

“Eine perfekt zum Wettbewerbsthema passende Arbeit, klar strukturiert, mit der die Preisträgerin den Flug von Ikarus zum Licht handwerklich überzeugend und zugleich poesievoll in Szene gesetzt hat”, lautet das Urteil von Jurorin Katja Binder, die zudem das harmonische und kontrastreiche Zusammenspiel der verwendeten Materialien und die gute Tragbarkeit dieses Halsschmucks lobte. “Der Spirit Sun Citrin symbolisiert die Sonne und der handgravierte Citrin zeigt” – wie die Preisträgerin erläutert – “Ikarus kurz vor der Tragödie: frei von Sorgen, voller Energie, Zuversicht und Leichtigkeit, bevor ihn dann sein Übermut in die Dunkelheit stürzen ließ.” Die Jury entschied mit großer Stimmenmehrheit.